Bangkok hat viele Gesichter. Aber nur eines zeigt die Stadt so, wie sie einmal war — und gleichzeitig so, wie sie heute ist. Das Riverside-Viertel am Chao Phraya ist dieser Ort. Hier, wo früher Handelsschiffe anlegten, stehen heute die elegantesten Hotels der Stadt. Und dazwischen: alte Tempel, schmale Gassen und eine Langsamkeit, die in dieser Stadt selten geworden ist.
Was das Riverside-Viertel ist
Das Riverside-Viertel beginnt am Bangrak-Pier (Sathon Pier) und erstreckt sich nordwärts entlang des Flussufers bis zur Altstadt. Bangkok war einst eine Stadt der Kanäle — das „Venedig des Ostens“. Der Chao Phraya war die Lebensader, über die Waren, Menschen und Macht flossen.
Der Chao Phraya: Mehr als ein Fluss
Der Chao Phraya ist eine Erzählung. In ihm spiegeln sich Tempel und Hochhäuser, alte Holzhäuser und Luxushotels. Das öffentliche Chao Phraya Expressboat kostet 15–30 Baht. Von Saphan Taksin bis zum Tha Chang Pier dauert die Fahrt etwa 20 Minuten — die Aussicht ist unbezahlbar.
Das Mandarin Oriental: Bangkoks legendärstes Hotel
Das Mandarin Oriental Bangkok steht seit 1876 am selben Ort. Es empfing Joseph Conrad, Somerset Maugham und Noel Coward. Die Authors‘ Lounge existiert noch — der Afternoon Tea hier ist eines der Erlebnisse, die Bangkok in eine andere Zeit versetzen. Der Fluss-Shuttle fährt kostenlos vom Pier auf der Silom-Seite.
Asiatique — der Nachtmarkt am Fluss
Asiatique The Riverfront ist Bangkoks größter Nachtmarkt — auf einem ehemaligen Hafengelände der dänischen East Asiatic Company. Die alten Lagerhäuser beherbergen heute Restaurants, Bars und Boutiquen.
Praktische Infos: Täglich 17:00–00:00 Uhr. Kostenloser Shuttle vom Saphan Taksin Pier ab 16:00 Uhr. Eintritt kostenlos.
Iconsiam
Auf der Thonburi-Seite liegt ICONSIAM — eines der größten Einkaufszentren Asiens, mit einem indoor Floating Market im Untergeschoss. Gratis-Shuttle vom Saphan Taksin Pier.
Wat Yannawa — der Tempel in Schiffsform
Wat Yannawa präsentiert sich in Form eines chinesischen Dschunkenbootes — errichtet von König Rama III. als Denkmal für eine aussterbende Ära der Segelschiffe. Kaum von Touristen besucht, aber von großer Stille.
Was essen am Fluss
Sala Rim Naam
Das Restaurant des Mandarin Oriental — Royal Thai Cuisine, ausgezeichnet, nicht günstig. Für einen besonderen Abend kaum zu überbieten.
Streetfood am Bangrak Pier
Morgens und mittags kleine Garküchen für Einheimische: Kanom Jeen, gegrilltes Hähnchen, Papayasalate. 40–80 Baht.
Anreise
- BTS Saphan Taksin: Direkt am Hauptpier des Chao Phraya Expressboats.
- Chao Phraya Expressboat: Verbindet alle Riverside-Piers mit Rattanakosin.
Wann besuchen
Am eindrucksvollsten morgens und abends — wenn die Tempel beleuchtet werden und die Fähren ihre letzten Runden drehen. Der Chao Phraya in der Regenzeit (Juni–Oktober) ist ein besonderes Erlebnis: Der Fluss führt mehr Wasser, die Farben sind dunkler, Bangkok fühlt sich tropischer an.